10 Jahre Begegnungsnachmittag für die ältere Generation in EmmeringWir schreiben den Herbst 1992, irgendwo zwischen Weilheim und Emmering. Pfr. Christoph Böhlau ist mit einem Bus voller Gemeindeglieder auf Gemeindeausflug. Er unterhält sich mit Hildegard Bodendörfer, evangelisches Emmeringeri Urgestein und engagierte Ehrenamtliche. "Ein Seniorenkreis in Emmering, wäre das nicht eine gute Sache? Und könnten Sie sich vorstellen, diesen Kreis zu leiten?" Anfänglich zögert Frau Bodendörfer noch, schließlich arbeitet sie schon an so vielen Stellen in der Kirche mit, vor allem im Krankenhausbesuchsdienst. Aber als sie dann von allen Seiten hört "das kann nur die Hilde", stimmt sie schließlich doch zu. Ganz alleine mit Pfr. Böhlau blieb sie dann auch bei den Vorbereitungen nicht. Als weitere "Geburtshelfer" kamen Frau Schunn, Frau Nübel Frau Gottschalk und Frau Titze hinzu. "Seniorenclub" - so wollte man sich nicht unbedingt nennen. Schließlich dachte man auch an die (heute so genannten) "jungen Alten", Menschen um die 65, die frischgebackenen Ruheständler eben. Und gesellig sollten die Treffen auch sein, Begegnungen ermöglichen. Also nannte man den neuen Kreis "Begegnungsnachmittag für die ältere Generation". Und bei diesem Namen ist es auch geblieben. So wie beim Termin: Immer am letzten Dienstag im Monat. Am Dienstag, den 30. März 1993 war es dann schließlich so weit: das erste Treffen im Gemeindesaal, die Geburtsstunde unserer Emmeringer Seniorenarbeit. Der Gemeindesaal war damals fast zu klein, so viele ältere Emmeringer fanden sich ein. Im Mittelpunkt stand damals, neben Kaffee und Kuchen, das gegenseitige Kennenlernen und die Gespräche. Die sind auch heute noch mit das Wichtigste. Auch wenn Frau Bodendörfer anfangs sich manchmal schon dachte: "Muss hier so viel geratscht werden?³ Doch mittlerweile versteht sie das gut und erklärt: "Wissen Sie - manche unserer Besucher sind die ganze Woche fast immer allein. Da muss dann mal alles raus und gesagt werden." Dennoch kamen schon damals auch die Themen und das Feiern nicht zu kurz: Besuch der Konfis, Bilder aus AltEmmering, Frühlingssingen mit Frau Ruhwandl, Tanzen mit der Volkstanzgruppe. Und die ersten Ausflüge zum Ammer- oder Starnbergersee. Die steuerte man damals noch mit PrivatPKWs an. Heute braucht man für die Fahrten nach Oberammergau (im vergangenen Herbst) oder jetzt im Mai zum Chiemsee schon den Bus. Besonders gerne erinnert sich Frau Bodendörfer aber, wie es ihr entspricht, an die Nachmittage zwischen Weihnachten und Neujahr mit ihrer ruhigen und besinnlichen Atmosphäre. Was sie sich für die Zukunft wünscht: "Eine, oder zwei Frauen, die sich dieser Aufgabe annehmen werden und die Leitung übernehmen können, nicht gleich heute oder morgen, aber in den nächsten Jahren."
... damit der Begegnungsnachmittag im Jahr 2011 seine Volljährigkeit feiern kann. Am Sonntag, 30. März 2003, 9.30 Uhr feiern wir einen festlichen Gottesdienst zum Jubiläum, mit Pfr. Böhlau und Pfr.z.A. Peter Kocher; anschließend kleiner Empfang. |